05.10.2017
von katrin
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Informationsveranstaltung Hafen-Ost, Flensburg

Am 05.10.17 wurde durch Torsten Koch (BPN) und Lysann Theiler (BAID) das abgestimmte Umgestaltungskonzept für den historischen Stadtspeicher der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Gestaltungsideen wurden von den Anwesenden sowohl mit Blick auf die Modifikation der Erscheinung des Gebäudes, als auch im Zusammenspiel mit der Umnutzung als zeitgemässes Bürogebäude überaus positiv gewürdigt.

Idee | Konzept

Der 1923 erbaute „der Stadtspeicher“ prägt seit Jahrzehnten den Charakter des östlichen Ufers der Flensburger Förde. Durch seine deutlich sichtbare Lage und die markant kompakte Silhouette wird er als deutliches Zeichen für den Handelsstandort Flensburg und seinen Hafen wahrgenommen.

Im Wandel der Zeit und der damit wechselnden Anforderungen an Hafen und Gebäude hat sich die Bedeutung des Gebäudes als Landmark und Symbol über die verschiedenen Zeitläufte hinweg erhalten. Das ihm innewohnende Nutzungspotential war immer Garant dafür, dass er genutzt, und nicht zum Denkmal als Selbstzweck wurde.
 
Dieser Tradition folgend wird dem Stadtspeicher nun erneut eine zeitgemäße Transformation zuteil, die seinem baulich-universellen Charakter und seiner Bedeutung gerecht werden und gleichzeitig eine tragfähige wirtschaftliche Basis vorhalten soll.

Die Metamorphose soll mit dem Ziel eingeleitet werden, den historischen Baukörper zu bewahren und ihn gleichzeitig für seine zukünftige Nutzung als Bürogebäude auszustatten. Der typische Solitärcharakter bleibt selbstverständlich erhalten, wird aber durch gestalterische und funktionstragende Elemente ergänzt.
 
Das Erdgeschoss erhält eine Aufwertung durch die Erweiterung mit einem Plateau aus Cortenstahl. Es entsteht ein Außenraum, deren Süd-West-Ausrichtung zu Kreativpausen einlädt. Gleichzeitig markiert das Element die Eingänge zum Gebäude.
 
Um den Ansprüchen an modernen Büroraum mit den entsprechenden Arbeitsplatzqualitäten gerecht werden zu können, soll die Fassade der darüberliegenden Geschosse geöffnet werden. Damit kann der Lichteintrag entscheidend optimiert werden. Mit Rücksichtnahme auf das maßstäbliche Verhältnis des Gebäudes sollen hier neue Fenster in die Kubatur geschnitten werden. Zusätzlich wird an der südlichen Stirnseite ein Wintergarten entstehen, der zudem die Neufassung des Gebäudes deutlich macht.
 
Damit öffnet sich der Speicher in Richtung Stadt und ist gleichzeitig Symbol für einen sensiblen Wandel eines historischen Gebäudes zu einem zeitgemäßen Bürogebäude.

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